| Aktuelle kommunalpolitische Themen | |
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FDP Kreisverband Coburg-Stadt | |
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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der Kreisverband Coburg-Stadt der FDP und deren Vertreter im Coburger Stadtrat haben sich in den letzten Wochen intensiv mit verschiedenen aktuellen kommunalpolitischen Themen beschäftigt. Als Ergebnis präsentieren wir Ihnen folgende Stellungnahmen zu kommunalpolitischen Themen: 1. Ballsporthalle
Die Ballsporthalle auf der Lauterer Höhe wird als Jahrhundertwerk gefeiert.
SPD und CSB streiten sogar um die "Vaterschaft". Wir wollen nicht bestreiten,
dass hier für sehr viel Geld eine optisch ansprechende Sportstätte errichtet
worden ist. Dennoch sind wir der Ansicht, dass dieser Bau das gesamte diskutierte
neue Innenstadtkonzept trotz gegenteiliger Erklärungen zerstört. Nach diesem
Konzept sollte um den Ketschenanger herum ein Kongress- und Hotelbereich entstehen,
im Bereich der Rosenauer Straße eine Konzentration der Sportstätten. Insbesondere
sollte eine Stadthalle am Anger gebaut werden.
Es ist nun schon aus den Diskussionen zu erwarten, dass die Ballsporthalle nicht
ausgenutzt werden kann. Die bisher wenigen Vereine, die sie nutzen, fordern
teilweise schon jetzt Mietnachlässe. Dies ist der Grund, warum andere politische
Kräfte nun eine Umwandlung der Halle in eine allgemeine Versammlungshalle diskutieren,
womit die am Anger vorgesehene Stadthalle überflüssig würde.
So begeistert die Halle auch aufgenommen wird, sie fügt sich in den ursprünglichen
Gesamtplan nicht ein. Insoweit unterstützen wir, dass die HUK mit neuen Initiativen
versucht, das Augenmerk wieder auf die Ausgestaltung des Ketschenangers nach dem NIK
voranzutreiben. 2. Ketschentor und Ketschenvorstadt
Angesichts der heftigen Diskussionen um die Gestaltung des Ketschentors ist die Gruppe
der FDP der Ansicht, dass die geplante Veränderung, insbesondere Schließung des von
Süden gesehen linken Torbogens bis auf einen 9 m langen Tunnel in die falsche Richtung
geht.
Optisch wird der Zugangsbereich zur Innenstadt verschlossen. Der Neubau eines Cafés
oder ähnliches im Bereich des jetzigen Tores ist schon aus finanziellen Gründen abzulehnen,
wenn überall gespart wird. Der vorgesehene 9 m lange Tunnel schreckt Fußgänger - damit
auch Touristen - ab. Das Argument, hier könne eine Touristeninformation eingebaut werden,
ist auch dadurch zu erfüllen, dass im ehemaligen Blumenladen ein Anlaufpunkt für die vom
Süden kommenden Touristen geschaffen wird.
Das bestehende Tor sollte daher erhalten werden und - soweit eine verkehrstechnische
Schließung erforderlich ist - mit Blumenkästen oder Ähnlichem eine Sperre für
Kraftfahrzeuge errichtet werden.
Die Gesamtplanung der Ketschenvorstadt erscheint der Gruppe der FDP positiv. Dies gilt
insbesondere für die Planung einer Tiefgarage und die dort vorgesehenen, locker verteilten
Wohneinheiten. Nicht befriedigend kann jedoch die Planung sein, die verstärkt Flachdächer
vorsieht. Flachdächer fügen sich nicht in die Dachlandschaft einer mittelalterlichen
Stadt ein. Ebenso wenig erscheint der Turmbau, der am Eckgebäude am Albertsplatz zur
Kuhgasse vorgesehen ist, mit dem notwendigen Einfühlungsvermögen geplant zu sein. Noch
lässt sich jedoch durch ein Umdenken eine Korrektur ermöglichen.
Nicht mehr bzw, nur mit großem Aufwand zu ändern ist jedoch die Busführung.
Wir halten es weiterhin für einen Fehler, dass die Busse, wenn auch nur in
Einbahnstraßenregelung, durch die Ketschenvorstadt fahren. Abgesehen davon, dass die
13 Häuser durch die Erschütterung gefährdet werden, wird durch die nunmehr eingeplante
und bereits ausgebaute Busbucht der Albertsplatz eingeschnürt und verkleinert.
Außerdem bleibt die "Rundfahrt" erhalten, die die Busse ausführen müssen, um von der
Goethestraße zum Albertsplatz zurück zu gelangen. Hier hätte sich ein erhebliches
Sparpotential ergeben.
Ein Bratwurststand sollte im Bereich des Albertsplatzes in die weiteren Planungen
einbezogen werden.
3. Haushaltslage
Sparen muss die Stadt auch weiterhin. Wenn das Gutachten vorliegt und die Regierung
inzwischen den Haushalt 2011 genehmigt hat, muss die Sparkommision den Mut haben,
die teilweise harten Einschnitte, die von den Gutachtern empfohlen werden, zu vollziehen.
Nur so wird es möglich sein, in Zukunft wieder mit ausgeglichenen Haushalten Politik zu
machen. Derzeit beschäftigt die Stadt Coburg mehr als 850 Mitarbeiter, sodass
Personalanpassungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Da bis Jahresende 2015
88 Beschäftigte und bis Jahresende 2025 weitere 140 städtische Beschäftigte das
Rentenalter erreichen, müssen lediglich freiwerdende Stellen nicht mehr besetzt werden.
Die Organisation und Struktur der Verwaltung muss überarbeitet und verschlankt werden.
Zu den verschiedenen Handlungszielen in Coburg werden Schwerpunkte gebildet werden müssen,
die eine zeitliche Reihenfolge vorgeben.
Die Gruppe der FDP im Coburger Stadtrat wird diese Bemühungen nachhaltig unterstützen.
4. Coburger Aktionsbündnis gegen rechtsradikale Aktivitäten (CArA)
Es ist erfreulich, dass sich das Domino nicht mehr als Unterkunft für dieses als
verfassungsfeindlich und gewaltfreundlich erkannte Bündnis zur Verfügung stellt.
Nicht ganz einsichtig ist, wenn es nun von Seiten des Domino heißt, diese linksextremen
Betätigungen seien bisher nicht bekannt gewesen. Schließlich ist schon früher über die
politischen Ansichten von CArA berichtet worden!
Das Verhalten zu CArA macht aber wieder deutlich, dass wir uns gegen extremistischen
Ideologien von links und rechts wenden müssen. Jegliche Gewalt kann nicht akzeptiert
werden und verdient keine Unterstützung!
Die offene Jugendarbeit in Coburg muss deshalb aber nach unserer Meinung nicht in Frage
gestellt werden. | |